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Vorwort
Dies
ist eine kleine Zusammenfassung der ca. 120 Seiten umfassenden
Freimanner Chronik von Hans Gnatz. In ihr
wird der Werdegang der Freimanner Wehr von der Gründung im
Jahre 1870 bis in die heutige Zeit beschrieben, wobei auch viel
Wert darauf gelegt wird, dass es sich schon immer um einen freiwilligen
Verein gehandelt hat, bei dem auch gesellige und kameradschaftliche
Aktivitäten nicht zu kurz kommen dürfen.Hier finden
sie lediglich kleine Auszüge, die mir persönlich
für wichtig oder lesenswert erschienen sind.
Die
Gründung der Freiwilligen
Feuerwehr Freimann
Am
26. Mai 1870 sind vier beherzte Männer
in Altfreimann zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr
zusammengetreten.:
1.) |
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der
alte Schmiedmeister Simon Deschler, |
2.) |
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der
Zimmermann Josef Sondermaier, |
3.) |
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der
Arbeiter Michael Hermann, |
4.) |
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der
Tagelöhner Josef Wiedemann. |
Diesem
nachahmenswerten Beispiele folgten alsbald 22 tatkräftige
Männer.
Die
aktiven Gründungsmitglieder
| Bauer
Peter |
Bobinger
Johann |
Deschler
Simon jr. Deschler |
| Simon
sen. |
Fölsner
Sebastian |
Gambeck
Kastulus |
| Harer
Josef |
Hanrieder
Johann |
Hechenberger
Josef |
| Hörmann
Michael |
Leinthaler
Franz |
Leinthaler
Georg |
| Leinthaler
Josef |
Planer
Anton |
Raps
Wolfgang |
| Rupprecht
Josef |
Reindl
Max |
Schmid
Anton |
| Sondermaier
Josef |
Sondermaier
Max |
Sondermaier
Michael |
| Spiegel
Josef |
Spitzweg
Anton |
Streicher
Felix |
| Streicher
Joh. Bapt. |
Strobl
Leonhard |
Ulmann
Georg |
| Ulmann
Georg sen. |
Weber
Josef |
Wohlfart
Heinrich |
Brände nach der Gründung
der Freiwilligen Feuerwehr
1874
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wurde
in Freimann an vier aufeinanderfolgenden Sonntagen
Feuer gelegt. Das erste Mal brannte um 11 Uhr nachts
bei Ullmann
ein Strohhaufen ab; desgleichen eine Woche darauf bei
Junge, dem Mohr-Anwesen. Wieder 8 Tage später, am 3.
Mai, brannte bei Wamboldt, dem Groh-Anwesen, der Stadel vollständig nieder und vom Kuhstall der halbe Dachstuhl. Ein Knecht vom Fölsner, - Blonner hieß der Ruchlose -
, hatte die Brände gelegt. Es fiel auf, dass er jedes Mal als einer der ersten auf der Brandstätte erschienen war. Auch am folgenden Sonntag, als er vom Bier heimgegangen
war, versuchte er wieder, Feuer zu legen.
Darauf musste er die Gemeinde verlassen. Er wurde kurz darauf in Schleissheim einer Brandstiftung überführt und dem Gericht übergeben
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1880
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äscherte
eines Sonntags nachts um 11 Uhr ein Brand die Ecker'sche
Schneidsäge ein, jetzt Floriansmühle genannt.
Eine Münchner Turnergesellschaft half bei der ersten
Hilfeleistung. Auf dem Brandplatz neben der alten Gipsmühle
wurde das neue Mühlengebäude aufgebaut
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1888
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ging
in Neufreimann das ganze Fabrikgebäude der Albuminfabrik,
die wegen ihres pestilenzartigen Geruches im Volksmunde
nur "die Blutfabrik" hieß, in Flammen
auf.
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1906
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am
14. Januar brach in dem Anwesen der Ecker'schen Schneidsäge,
wo es bereits 1880 brannte, erneut Feuer aus; es brannte
unter dem Besitzer Kiblbeck der Stadel ab.
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1907
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und
1910 brannte es zweimal beim Leinthaler-Wirt, der Herberge
der Freimanner Feuerwehrler. Am 24. Juni 1907, am Johannitag,
brannte das Dach und 1910 im Herbst das Innere des Stalles.
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1917
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im
Herbst, als der Wirth'schen Papierfabrik in Kleinlappen
die südliche Hälfte des ehemaligen Wohnhauses
einer Brandstiftung zum Opfer fiel, waren außer dem
Föhringern und Milbertshofenern aus München
zwei Motorspritzen zu Hilfe geeilt.
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1919
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am
29. April, während der Räteregierung, wurden
bei der Entsetzung durch die "Weißen" wohl
verschiedene Gebäude durch Geschützfeuer
beschädigt, doch
entstand glücklicherweise keine Feuersbrunst.
Im folgenden Monat, am 11. Mai, einem Sonntag, wurde
nachmittags um 4 Uhr in einem Lagerschuppen der Bayerischen
Geschützwerke
(Krupp) Feuer gelegt, bei dem viel kostbares Fensterglas,
Kitt, Werkholz und ähnliches sinnlos vernichtet
wurde. Hier wurde in jener Zeit des Umsturzes wiederholt
Brand
gelegt.
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Wiederholt
rückte unsere Feuerwehr zu Wald- und Wiesenbränden
aus.
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1882
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am
Karsamstag ist noch lebhaft in Erinnerung das Wiesenfeuer
auf dem Schießplatz, zu dessen Eindämmung das
ganze Leibregiment im Eilmarsch aus der Türkenkaserne
herbefohlen wurde. Vergeblich! Einem gewaltigen Steppenbrand
gleich wälzte sich der Brand über 300 Tagwerk
dahin, alles zerstörend zwischen der Ingolstädter
Landstrasse und Fröttmanning bis hinunter ans Kanalschlößl.
Der Brand war durch die Unvorsichtigkeit eines Schäfers
entstanden.
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1892
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am
Ostersonntag, ist wieder ein kleiner Brand auf dem
Schießplatz
ausgebrochen, wieder durch die Unvorsichtigkeit eines Schäfers.
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Ausrückungsbezirke
der Freimanner
Im
Auftrage des Königlichen Bezirksamts München 1
gelangte durch den Bezirksfeuerwehrverband München 1 nach Beschluss seiner Versammlung vom 19. Mai 1901 in Grünwald eine Bezirkseinteilung
zur Einführung. Ihr zufolge hatten die Freimanner bei Bränden auszurücken nach: Garching, Milbertshofen, Schwabing, Ober- und Unterföhring.
Dieser Plan wurde im Einverständnis des Königlichen Bezirksamtes München auf der Versammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes München-Land
am 16. Mai 1915 in Heimstetten für die Feuerwehren links der Isar dahin abgeändert, dass die Freimanner bei Schadenfeuer nur mehr nach
Garching und Unterföhring ausrücken mussten, und von der Garchinger Wehr unterstützt
werden sollten.
Ein Gedicht zum 60 jährigen
Gründungsfest:
von Franz Xaver Rambold - München
| Still
und traulich hat die Nacht
aller Arbeit Schluss gemacht.
Haus und Hof tat Riegel für.
Friedlich schlummert Mensch und Tier.
Da - auf einmal - Feuerschein!
Sirenen heulen grell darein.
Menschen irren ohne Rat.
Wer da wohl zur Hilfe naht?
Ja, das ist die Feuerwehr.
Hell glänzt ihres Namens Ehr.
Kühn mit wohl erprobter Hand
löscht sie mannhaft jeden Brand.
60 Jahre ist es her,
seit bei uns die Feuerwehr
in dem alten Dorf Freimann
Glut und Brand bekämpfen kann.
Ja, in dieser langen Zeit
bot sie, immer Dienstbereit,
oft in Schrecken und Gefahr
ihre edle Hilfe dar.
"Gott zur Ehr'!" steht auf der Fahne,
daß sie uns ans Höchste mahne.
Kommt die Feuerwehr daher,
heißt's: "Dem Nächsten stehts zur Wehr."
Lob und Dank den Männern schlicht,
die in freigewählter Pflicht
ohne Rast und ohne Ruh'n
ihre harte Arbeit tun.
Und ich hoff', daß dieser Geist
auch in Zukunft sich erweist,
daß die Feuerwehr Freimann
stets sich sehen lassen kann.
Kameradschaft, Disziplin
steckt in ihren Reihen drin.
Drum ruf' ich, so laut ich kann:
Heil die Feuerwehr Freimann! |
Heinz
M. im Jahr 2000
Abt. Führer der FFMF von 1989-2005
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