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(Nur Mitglieder der Abteilung)

Letzter Einsatz

Samstag, 24.06.2017 05:35

Nr. 111 Brennt Unrat im Freien

Heidemannstraße & Schlösslanger


Die Freiwillige Feuerwehr München Abteilung Freimann

Die heutige Heinrich-Groh Straße Freimanns Anfang des 19. Jahrhunderts (Gemälde von Rudolph Köselitz)

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Freimann

Am 26. Mai 1870 sind vier beherzte Männer in Altfreimann zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zusammengetreten. Diesem nachahmenswerten Beispiel folgten alsbald 22 tatkräftige Männer.

Herr Wilhelm August Otto wurde, als Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr, ihr Hauptmann. Mit ihrer anfänglich bescheidenen Ausrüstung waren sie eifrig bei den angesetzten Frühjahrs- und Herbstübungen beschäftigt, um bei der Brandbekämpfung erfolgreich zu sein. Bei Festlichkeiten in Freimann zeigten sie unter Anderem bei Schauübungen ihr Können. Die Freimanner waren bereits einheitlich uniformiert: Jeder Wehrmann trug seine selbst gekaufte Joppe und die dunkelbraune Schirmmütze mit dem roten Streifen. Die Gemeinde hatte sich von der Firma Kirchmeier (neben dem Neuhausertor in München) eine moderne Spritze geleistet, zu der der „alte Deschler“ (Gründungsmitglied) einen Wagen baute

Die Ausrückebezirke: Im Auftrage des königlichen Bezirksamts München gelangte durch den Bezirksfeuer-wehrverband München 1 nach Beschluss seiner Versammlung vom 19. Mai 1901 in Grünwald eine Bezirkseinteilung zur Einführung. Ihr zufolge hatten die Freimanner bei Bränden auszurücken nach: Garching, Milbertshofen, Schwabing, Ober- und Unterföhring. Dieser Plan wurde im Einverständnis des Königlichen Bezirksamtes München auf der Versammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes München-Land am 16. Mai 1915 in Heimstetten für die Feuerwehren links der Isar dahin abgeändert, dass die Freimanner bei Schadenfeuer nur mehr nach Garching und Unterföhring ausrücken mussten, und von der Garchinger Wehr unterstützt werden sollten.

Des Öfteren eilte die Wehr  auch in die Nachbargemeinde Unterföhring, um  noch zu retten, was möglich war. Die Wehrmänner mussten damals noch auf der Fähre über die Isar setzen, denn die Übergabe der Leinthaler Brücke fand erst am13. Oktober 1903 statt

Freimanner Löschgruppe kurz nach dem 1. Weltkrieg aus dem Archiv von Karl Reitmeir

Die Freimanner bekommen ein Löschfahrzeug

Am 14. Oktober 1928 wurde das neue rot lackierte von Chrom und Messing blitzende Magirus- Löschfahrzeug der Feuerwehr mit einem feierlichen Festakt übergeben. Dieser Tag muss als Markstein in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Freimann gebucht werden

An die Spritzenübergabe vor dem Feuerhaus schloss sich eine wohlgelungene Schauübung am Kirchplatz an, die Zeugnis davon ablegte, dass der bei unserer Wehr altherkömmliche Geist der Pünktlichkeit und Ordnung, vereint mit dem unbedingt nötigen

Gehorsam und Disziplin und dem straffen Zusammenarbeiten bei den Schulübungen ernsthaft gepflegt

Das neue Löschfahrzeug (Werks Foto)

 

Der neue Magirus war ausgestattet mit eingebauter Motorspritze und 8 offenen Sitzplätzen für die Mannschaft, elastikbereift und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 40 km/h. Selbstverständlich war dies für eine kleine Gemeinde von ca. 2500 Einwohnern eine gewaltige Herausforderung, denn das Fahrzeug kostete den stattlichen Preis von 16400 Reichsmark.Nach Eintreffen des neuen Löschfahrzeuges wurde mit Eifer geübt, um es zu beherrschen

 

 

 

 

Eingemeindung Freimanns nach dem 2. Weltkrieg

Nachdem Freimann am 1. Oktober 1931 in die Stadt München eingemeindet war, wurde auch die Wehr der Freiwilligen Feuerwehr München unterstellt und unter „Abteilung 15“ geführt. Im Vorfeld wurden natürlich die verschiedensten Bedenken erörtert, so zum Beispiel, ob das neue moderne Löschfahrzeug in der Gemeinde bleiben würde, ob die Stadt für die Uniformen aufkommen würde und andere Fragen dieser Art. Die Führung der Wehr konnte nach mehreren Anfragen bei der Stadtverwaltung diese Bedenken bei den Freimannern zerstreuen. In den letzten Jahren vor Kriegsbeginn war die Freiwillige Feuerwehr schon sehr stark in die Luftschutzmaßnahmen durch entsprechende Ausbildung und Übungen mit einbezogen. Auch der Name der Feuerwehren wurde geändert in Feuerschutz-Polizei. Am 6. August 1948 fand im Gasthaus "Freimanner Hof" die erste Versammlung nach dem 2. Weltkrieg statt. Es ging darum, die Löschgruppe Freimann wieder ins Leben zu rufen. Bei dieser Versammlung am hatte man bereits 18 aktive Mitglieder, im Herbst wurde dann eifrigst begonnen, möglichst schnell eine einsatzfähige Freiwillige Feuerwehr in Freimann zusammenzustellen. Die Führungskräfte wurden in der Hauptfeuerwache von den Leitern der Freiwilligen Feuerwehr München und der Berufsfeuerwehr geschult, die Mannschaft vor Ort am Fahrzeug und den Geräten ausgebildet.

 

Freimanner Löschgruppe bei der Fahrzeugweihe des Rüstwagens und des TLF Ende der 80 er Jahre

Die Abteilung Freimann der Freiwilligen Feuerwehr München heute

Die Abteilung Freimann ist mittlerweile eine von 21 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr München. Stationiert in der Heinrich - Groh – Straße im Münchner Stadtteil Freimann rückt sie für gewöhnlich gemeinsam mit den Berufsfeuerwehren der Feuerwachen 7 (Milbertshofen), 8 (Oberföhring) und 4 (Schwabing), zu durchschnittlich 120 Alarmen im Jahr, aus. Zusammen mit den drei Abteilungen Harthof und Feldmoching und Oberföhring bildet sie den Bereich München Nord, dessen Büro auch im Gerätehaus der Abteilung Freimann untergebracht ist

 

Zwei Gruppen der Abteilung Freimann bei der Fahrzeugweihe des neuen LF 16/12

In der Abteilung Freimann sind zurzeit 36 aktive Mitglieder (Stand: Januar 2009) im Dienst am Bürger tätig. Die berufliche Vielfalt in der Abteilung ist enorm. Vom einfachen Schüler über Auszubildende und Studenten, bis hin zu gelernten Meistern in Handwerk und Technik ist hier fast alles vertreten. Dies ist ein für den Einsatzdienst nicht zu unterschätzender Vorteil! Denn wenn einmal fundiertes Fachwissen gefragt ist, kann einem die Freiwillige Feuerwehr oft weiterhelfen